23.04.21: Halbfinale

Wir haben das Finale der DSOL tatsächlich erreicht. Das Halbfinale gegen Barsinghausen war wieder mal nichts für schwache Nerven. In Bestbesetzung angetreten ging es los. Florians Gegner legte los wie die Feuerwehr und baute von Anfang an großen Druck auf. Lutz hingegen ging zielstrebig Schritt für Schritt voran und konnte dem Gegner einen Zentrumsbauern abnehmen. Bei Manfred und Wolfgang war zunächst nicht viel los, beide Partien waren ausgeglichen. Lutz baute dann seinen Vorteil aus und brachte unsere Farben 1:0 in Front. Wolfgang remisierte, das Tor zum Finale schien weit geöffnet. Manfreds Gegner packte dann aber eine schöne Kombination aus, dies führte schließlich zum Ausgleich. Blieb also noch unser Brett 1. Da bei einem Unentschieden die sogenannte Berliner Wertung greift, hätte ein Remis nichts gebracht, Flo musste also gewinnen. Die Stellung war kompliziert, die unbestechliche Maschine zeigte ca. +3 gegen Flo an. Der Barsinghauser Spieler musste aber zu viel Zeit aufwenden, lebte einige Züge lang nur noch von der Zeitgutschrift von 15 Sekunden pro Zug, und dann war es soweit: Die Klappe fiel, Flo gewann auf Zeit. Wir stehen im Finale! Mit ein wenig Glück, aber das braucht man auch mal in einem Halbfinale.

Das Finale wird gespielt am Freitag 30.04.2021, wie immer ab 19.30 Uhr. Unser Gegner kommt wieder aus dem Norden und heißt Bremerhaven. Wir haben ein Heimspiel. Und ob wir das Finale gewinnen oder nicht: Die Liga hat viel Spaß gemacht, vielleicht überlegt der Deutsche Schachbund ja, ob man dies fortsetzt auch nach Corona?

Beste Grüße, bleibt gesund.

Dirk

 

12.4.21: Viertelfinale

Guten Abend allerseits,

wir stehen im Halbfinale der DSOL!

Nach für den Zuschauer schwer auszuhaltender Spannung haben wir den VfR Heisfelde mit 2,5:1,5 geschlagen. Wahnsinn!

Der Reihe nach... Nominell war unser Gast aus Ostfriesland vorne leicht stärker, wobei es ja auch nur 100 Punkte waren. Also alles offen.

Schon recht früh endete die Partie von Wolfgang (mit Weiß) an Brett 2. Im Damengambit gab sich keiner eine Blöße, und es kam schnell zu einer Stellungswiederholung. Bei den anderen Partien war bis dahin auch noch nicht viel passiert. Bei Sven (mit Schwarz) kam das Zweispringerspiel aufs Brett. Hier muss man als Schwarzer manchmal ein bisschen aufpassen, solange noch nicht rochiert wurde und ab und zu mal komische Schachs und Fesslungen drohen können. Nachdem beide Könige in Sicherheit waren, verflachte die Stellung dann recht bald. Es entstand ein Doppelturmendspiel, in dem keine Seite noch realistische Siegchancen hatte. 1:1 also, und jetzt wurde es langsam aufregend... Bei Lutz (mit Weiß) kam ebenfalls Damengambit aufs Brett, und die Stellung war zwischendrin der von Wolfgang nicht unähnlich. Im Mittelspiel verirrte sich dann allerdings die weiße Dame und wurde gefangen. Dafür konnte Lutz aber immerhin Turm, Springer und Bauer einsammeln, und seine Stellung hatte keine größeren Schwächen. Da es bei Manfred zu diesem Zeitpunkt auch sehr ausgeglichen stand, blätterte ich vorsorglich schonmal in der Ausschreibung nach, was denn bei einem 2:2 passieren würde. (Richtige Antwort: Erst Berliner Wertung, falls gleich dann Stichkampf mit vertauschten Farben.) Im Zoom-Call mit den DSB-Granden wurde der Stichkampf fast herbeigewünscht, da man – sinngemäßes Zitat – dann wenigstens mal sehen würde, ob die Software das auch kann... :-) Lutz schaffte es unterdessen, einiges Material abzutauschen und eine kleine Festung aufzubauen. Die sah sehr stabil aus, zumal der Gegner über keinerlei Bauernhebel oder dergleichen verfügte. Aber es kam noch besser: Ganz unauffällig drohte ein Grundreihenmatt, und auf einmal hatte Lutz eine Figur mehr. Turm und zwei Springer sind – wenn sie sich nicht ungeschickt anstellen – halt doch stärker als eine Dame. Da der weiße König nicht in Dauerschachgefahr war, wurde noch rasch ein Mattnetz geknüpft, und schwupps stand es 2:1. Stichkampf war also kein Thema mehr, wir brauchten nur noch ein Remis von Manfred (mit Schwarz). Erst jetzt beim Durchklicken der Partie fällt mir Kf8 in der Eröffnung auf – sieht fast wie ein Fingerfehler aus (statt 0-0?!). Aber andererseits war die Stellung danach auch nicht so schlecht, vielleicht ja doch Absicht (?) :-) Nach Damentausch entstand eine ziemlich blockierte Stellung, in der ich wenn überhaupt noch lieber Schwarz gehabt hätte, da leichter Raumvorteil. Nach und nach verließen die Figuren das Brett, ohne dass die Stellung selbiges mit der Remisbreite tat. Alles sehr souverän von Manfred vorgetragen! Als jeder nur noch einen Läufer und eine Handvoll Bauern hatte, sah auch der Gegner ein, dass hier nichts mehr zu gewinnen war. Remis – 2,5:1,5 – Halbfinale!

 

Glückwunsch an alle Beteiligten, hat wieder riesig Spaß gemacht!

 

Viele Grüße

Daniel

 

22.3.21: Runde 7

An der Tabellenspitze angekommen. Im Montagsspiel der 5. Liga begrüßten wir die Schachfreunde aus dem Hunsrück-Städtchen Kastellaun. Beide Teams wiesen nach 6 gespielten Runden 8 Mannschaftspunkte auf, die Fans durften auf eine spannende Begegnung hoffen. Wir waren mit der Aufstellung Manfred Derlich, Wolfgang Dincher, Lutz Bohne und dem Schreiber dieser Zeilen angetreten. Um 19.30 Uhr ging es pünktlich los. Wie immer bekam jeder Spieler 45min für die Partie + 15 Sekunden Bonus pro Zug. An allen vier Brettern waren unsere Gegner favorisiert, zwischen 70 und 160 DWZ hatte jeder Hunsrücker mehr.

 

Nachdem Wolfgang in der letzten Runde schwer mit seinem Internet zu kämpfen hatte, unterlief ihm diesmal ein Fauxpas in der Eröffnung und er überlies seinem Widersacher schon nach 12 Zügen eine Figur. Oder steckte doch ein Plan dahinter? 😉 Es scheint, dass Wolfgang durch solche Dinge erst richtig angestachelt wird. Er blieb wie immer cool und spielte ab jetzt eigentlich nur noch gute Züge. Aus der verlorenen Figur wurde bald nur noch eine Qualität.

Manfred an Brett 1 hatte schon ab der Eröffnung einen schweren Stand gegen Julius Ohler (DWZ 2012), den Vielspieler der Kastellauner. In dieser DSOL Saison ist es erlaubt, dass ein Spieler für zwei Teams seines Vereins gemeldet ist und dann auch in beiden spielen darf (nur nicht am gleichen Wochentag). Somit kommt Ohler auf stattliche 12 Einsätze. Er erzeugte dann auch von Beginn großen Druck und lies Manfred keine Chance auf Gegenspiel.

Lutz an Brett 3 gegen Gruschinski (1865) erspielte sich einen leichten Vorteil, verdoppelte seine Türme und zwang seinen Gegner gut auf seine Verteidiger aufzupassen. Ein entscheidender Angriff war aber nicht zu erkennen.

Mein Gegner Frank Schneider (1788) scheint sich im Londoner System sehr gut auszukennen. Er verzichtete auf die Rochade und machte ordentlich Dampf am Königsflügel. Irgendwie hatte ich meine Figuren etwas deplatziert und musste mehrfach umsortieren, um das vorzeitige Matt abzuwenden.

Nach einer Stunde stand es noch 0:0 mit leichten Vorteilen für unsere Gäste, der Puls ging langsam hoch. Die Bedenkzeit ist doch etwas gewöhnungsbedürftig, nicht wirklich Schnellschach, aber auch nicht Langpartie.

 

Mein Gegner spielte dann seinen gut vorbereiteten Angriff nicht energisch genug weiter, sodass ich eine Konterchance bekam. Ohne Rochade und mit vorgerückten Bauern muss ja irgendwo eine Lücke entstehen. Beide hatten noch ca. 2 Minuten auf der Uhr, da kann man schon mal eine Figur etwas ungünstig hinstellen. Kurz gesagt: Dame und Turm durften mit Unterstützung des Läufers in die Königsstellung eindringen, plötzlich gab es nur noch die Möglichkeit Damenverlust oder Matt. Daher Aufgabe und 1:0 für Neustadt!

 

Doch die Freude währte nur kurz. Manfreds Gegner konnte seinen größer werdenden Vorteil in einen Sieg verwandeln. 1:1.

 

Blieben also noch zwei Bretter. Wolfgang hatte Turm, Läufer und zwei Bauern, der Gegner hatte noch zwei Türme und vier Bauern. Der Läufer und die Bauern waren allerdings geschickt platziert. Wollte der Gegner durchkommen, hätte er die Qualität zurückgeben müssen. Es sah deutlich nach einer Punkteteilung aus. Dann aber doch der entscheidende Fehler. Der schwarze Turm stand auf h8 ungedeckt, der schwarze König auf h4. Wolfgang entschied sich völlig richtig: Spieß mit Turm auf h3!! Das war zu viel, und wir durften einen nicht mehr erwarteten Sieg feiern. 2:1 der Zwischenstand, ein Unentschieden hatten wir sicher. Dieses hätte aber nicht gereicht, um die Play Off Chancen zu wahren. Also hing alles an der Partie von Lutz, der inzwischen zwar eine Qualität eingebüßt hatte, aber solide stand. Bei Kastellaun waren noch ein Turm und ein paar Bauern auf dem Brett, Lutz hatte noch einen Springer und Bauern. Kann auch mal schiefgehen, sollte sich ein Bauer durchsetzen. Zug um Zug wurden dann aber die Bauern getauscht, Lutz Springer und König erlegten gemeinsam den letzten. Somit ab Zug 70 nur noch Turm gegen Bauer. Schwarz versuchte aber selbstverständlich nochmal alles, bei einer Niederlage wäre Kastellaun raus aus dem Rennen. Lutz lies sich aber nicht beeindrucken, hielt König und Springer dicht beieinander, zwischendurch immer mal wieder ein Schach. Schließlich griff nach 120 Zügen die 50 Züge-Regel, gemäß der die Partie Remis ist, wenn 50 Züge lang keine Figur geschlagen und kein Bauer gezogen wurde. Mit 2,5:1,5 also ein weiterer Sieg für uns, mindestens bis Mittwoch dürfen wir uns Tabellenführer nennen.

 

Wir müssen nun die Daumen drücken für gute Ergebnisse in den weiteren Spielern unserer Rivalen, Platz 2 berechtigt zum Einzug in die Play Offs. Ein wirklich spannender Abend ging somit zu Ende, die Siegerschorle schmeckte ausgezeichnet.

 

18.3.21: Runde 6

Heute stand das Auswärtsspiel beim SV Lauf auf dem Programm. Somit Dritter gegen Zweiter. Wir mussten gewinnen um noch Chancen auf die Play Offs zu haben.
Es ging solide los. Zunächst passierte nicht viel. Flo hatte sich allerdings in eine schwierige Lage nach der Eröffnung gebracht. Die Rochade schien weit entfernt. Und Wolfgang hatte mit seinem Internet zu kämpfen. Nach jedem zweiten Zug erschien Reconnectef. So ging dann auch eine Qualität verloren. Wolfgang kämpfte aber unermüdlich weiter und beendete sein Spiel mit einem Remis. 
Sven spielte von Anfang an solide und konnte sich Zug um Zug verbessern. Dem Gegner blieben kaum Züge und kein Gegenspiel. Druck und eine Qualität mehr rochen nach Sieg. Lutz remisierte an Brett 3. Flo hatte sich inzwischen befreien können und spielte nun sein Läuferpaar geschickt aus. Ein Qualitätsopfer seinerseits brachte ihn schließlich auf die Siegerstraße. Somit 2:1 für uns. Sven bot daraufhin ein mannschaftsdienliches Remis an. Und damit stand unser Sieg fest.

2.3.21: Runde 5

In der 5. Runde empfingen wir zum Heimspiel den SC Geseke aus Westfalen. Der DWZ-Schnitt sprach mit 1769:1874 doch eher für unsere Gäste, daher hieß das Motto: flach spielen, hoch gewinnen!

 

Als erste Partie endete die von Gerhard, der die undankbare Aufgabe hatte, gegen 1. Sc3 zu spielen – solche komischen Eröffnungen gehören ja meiner Meinung nach eh verboten :-) Lange Zeit schienen wir hier auf der Siegerstraße zu sein, mit Läuferpaar und Mehrbauer ließ es sich gut spielen. Der zweite Bauer war dann leider vergiftet, und ein gemeiner (aber schöner) Zwischenzug kostete einen ganzen Turm und wenig später dann auch die Partie. Also 0:1 aus unserer Sicht. Kurz darauf brachte Lutz uns zum ersten Mal auf die Anzeigetafel. Er hatte es mit dem stärksten Gegner (ein waschechter 2000er) zu tun und musste sich zudem noch gegen das unangenehme Albins Gegengambit wehren. Aus meiner Sicht verließ die Partie allerdings nie wirklich die Remisbreite, und am Ende hatte wohl sogar eher Schwarz leichte Probleme mit seinem vorgerückten d-Bauern. 0,5:1,5.

 

Bis hierhin basiert der Bericht auf nachträglicher Betrachtung der anderen Partien, da ich tatsächlich nur in meine eigene vertieft war. Mit Weiß hatte ich nach 1. e4 d5 die Wahl zwischen Skandinavisch und dem immer wieder sympathischen Blackmar-Diemer-Gambit, für das ich mich ohne wirkliches Zögern entschied. Ein scheinbar ungenauer Läuferrückzug gab mir die Möglichkeit, die h-Linie zu öffnen, und nach einem Figurenopfer hatte ich zumindest schon Dauerschach. Denken am Montagabend fällt ja nicht immer leicht, aber nach 20 Minuten fand ich mit Hilfe des Gegners dann doch noch die undeckbare Mattdrohung. 1,5:1,5 – und alle Augen zu Manfred ans Spitzenbrett. Als ich hier zum ersten Mal vorbeischaute, hatte Manfred bereits einen Mehrbauern, aber es war eine recht offene Stellung. Praktisch zeitgleich mit dem Ende meiner Partie ließ sein Gegner dann aber eine Figur stehen. Das Endspiel verwertete Manfred letztlich sehr souverän und brachte den hart erkämpften 2,5:1,5-Heimsieg ins Ziel.

 

Mit 6:4 Punkten und zwei Spielen gegen vordere Mannschaften haben wir noch realistische Chancen, die Playoffs zu erreichen. Kämpfen Neustadt kämpfen!

 

Viele Grüße

Daniel

 

24.2.21: Runde 4: 2. Sieg

In der vierten Runde der Deutschen Schach Online Liga ging es für uns wieder virtuell in den Osten der Republik, diesmal nach Dresden. Leider konnten wir weder die Frauenkirche noch den Zwinger bewundern, stattdessen blickten wir daheim am Rechner auf 64 Felder. Der SV Dresden-Striesen spielt mit seiner ersten Mannschaft in der 1. Landesklasse, die Zweite spielt in der Bezirksklasse. Also ein Duell auf Augenhöhe. Auch die Aufstellungen waren von der Wertungszahl recht ausgeglichen.

Viel vorgenommen hatte sich Michael Schmachtenberg nach seiner Auftaktniederlage in der letzten Runde. Mit den schwarzen Steinen machte er diesmal kurzen Prozess und knöpfte seinem Gegner schon nach kurzer Spielzeit eine Figur ab. Nachdem auch noch eine Qualität den Besitzer wechselte, gab Weiß bald auf, 1:0 für Neustadt. Meine Partie begann eigentlich unauffällig im Damengambit, die C-Reihe lag aber bald frei, sodass mein Turm auf die siebte Reihe gelangte. Den wollte mein Gegner gerne mit seinem Turm vertreiben, übersah dabei aber Dame c2 mit der Doppeldrohung Matt oder Turmverlust. Nach ein paar weiteren Zügen durften wir uns über den zweiten Punkt freuen und hatten schon mal ein Unentschieden sicher. Zu diesem Zeitpunkt waren in Wolfgang Dinchers Partie schon viele Figuren vom Brett, übrig blieben je sechs Bauern sowie je ein Springer und Läufer auf beiden Seiten, die Partie sah sehr nach Remis aus. Wolfgang entschied sich aber seinen Läufer gegen den Springer zu tauschen, was sich als völlig korrekt herausstellte. Der Springer beherrschte nun das Brett, eroberte einen Bauern, während der gegnerische Läufer nur hinter seinen eigenen Bauern hin- und herlaufen konnte. Nach einigen Manövern entschied am Ende ein durchgebrochener Bauer die Partie zugunsten von Wolfgang, ein clever gespieltes Endspiel.

An Brett 1 hatte Florian von Beginn an keinen leichten Stand gegen das Spitzenbrett der Dresdener. Sein Gegner behandelte die Eröffnung souverän und lies auch im weiteren Verlauf der Partie nichts anbrennen. Es war schwierig Gegenspiel zu finden, Flo kämpfte aber bis zur letzten Sekunde wie ein Löwe. Den Ehrenpunkt der Sachsen konnten wir verschmerzen, mit 3:1 stand der Auswärtssieg fest. Wir haben nach 4 Runden ein ausgeglichenes Punktekonto und können zufrieden sein.

 

9.2.21: Runde 3: Bittere Niederlage gegen Blankenese

Schade schade. Gestern Abend hatten wir unser erstes Heimspiel in der DSOL. Zu Gast waren die Schachfreunde aus Hamburg-Blankenese. Und es ging gut los. Lutz erspielte sich eine schöne Position mit ordentlich Druck gegen die gegnerische Königsstellung. Der Gegner musste schon genau verteidigen, griff dann aber fehl und blockierte mit seinem Springer die eigene 7. Reihe, so dass Lutz mit Läufer, Turm und Dame einen Mattangriff starten konnte, 1:0 für unsere Farben. Michael und Manfred hatten sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Vorteile erspielt, es roch nach unserem zweiten Saisonsieg. Manfred hatte einen Läufer erobert, kam dann aber durch eine Taktik in Rückstand, sein König musste aus der sicheren Deckung und wurde über das Brett gejagt. Am Ende unausweislich Matt oder Damenverlust. Michael war bei seinem ersten Einsatz in der DSOL auf gutem Weg den König des Gegners zu stellen, übersah dann aber den entscheidenden Konter des Gegners. Ein schönes Matt mit Springeropfer war die Folge. Bei Klaus war eigentlich fast nie ein Vorteil für einen der Kontrahenten zu erkennen, am Ende spielte aber die knappe Zeit gegen ihn, so dass der Gegner doch noch eine Mattdrohung aufbauen konnte. Die Alternative war ein Läuferverlust, somit 1:3. Es war mehr drin, am 24.02.2021 werden wir auswärts gegen Dresden dann wieder versuchen den zweiten Sieg zu holen.

 

4.3.21: Runde 2: Post SV holt die ersten Punkte

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In Runde 2 haben wir „auswärts“ beim SV Briesen gespielt. 700km von der Weinstraße entfernt liegt Briesen in der Nähe von Frankfurt an der Oder. Nach spannendem Verlauf konnten wir die ersten Punkte einsammeln.

Daniel an Brett 2 hatte es schwer gegen das Morra-Gambit seines Gegners und musste seinem Gegner diesmal den Punkt überlassen. Wolfgang stand arg gedrängt, bei Gerhard und mir sah es ordentlich aus. Wir konnten auf ein 2:2 hoffen. Zu unserer Überraschung konnte Wolfgang sich aber wieder befreien und noch ein Remis holen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt eine Qualität und zwei Bauern mehr und hätte die Partie wohl schon eher entscheiden können. Der Springer meines Gegners kam aber nochmal mächtig auf, es blieb spannend. Gerhard hatte seine Dame inzwischen gegen einen Turm und zwei Leichtfiguren getauscht, so dass noch Turm, Läufer und Springer gegen die  Dame übrigblieben. Einige Züge später wurde mein Brett dann deutlich leerer, mein Gegner nahm mit dem Springer die falsche Figur, das folgende Schach brachte die Entscheidung: 1,5:1,5. Blieb also noch Gerhard. Sein bester Bauer, der sämtliche Schachs der Dame verhinderte, gehörte dem Gegner auf e4. Und somit konnten sich seine drei Figuren über den gegnerischen König hermachen. Zum Schluss durfte er wählen zwischen Mattsetzen und Damenfang. Er entschied sich für die Dame, sein Gegner gab auf! Damit liegen wir im Mittelfeld der Liga. Weiter geht es am kommenden Montag, 08.02.2021, 19.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen Blankenese.

 

23.1.21: Runde 1: Post SV startet mit Niederlage

Gestern Abend begann für die zweite Auflage der DSOL. Braunschweig war nominell favorisiert. Um 19.30 Uhr ging es los. Es wird mit Berliner Wertung gespielt, somit hat das Auswärtsteam an den Bretter 1 und 4 Weiß.

Manfred hatte zunächst mit der Technik zu kämpfen, kam aber noch ans Brett und musste mit 20 Minuten weniger auskommen. Er konnte die Partie dennoch jederzeit ausgeglichen halten, man einigte sich schließlich auf Remis. Gerhard hatte einen schweren Stand gegen das Läuferpaar des Gegners und stand dauerhaft unter Druck. Nach einer Springergabel ging eine Figur verloren, am Ende setzte ihn sein Gegner mit Turm, Springer und Läufer matt. Die Partie von Lutz sah lange nach Remis aus, die Zeit rannte aber ein wenig davon. Sein Gegner konnte dann mit einer Taktik für Verwirrung im gegnerischen Lager sorgen und den Sieg einfahren.

Unseren ersten vollen Punkt holte sich Florian an Brett 1. Eine starke Partie mit leichtem Vorteil bis ins Endspiel. Als noch Dame, Turm und ein paar Bauern übrig waren, nutzte Flo die offene Königsstellung des Gegners und beendete die Partie mit einem schönen Matt.